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Am 1. Juli 2010 fand im hiesigen Deutschherrnkeller eine lange vorher geplante Bürgerdiskussion über den damals aktuellen Zustand und das Weiterbestehen des Hallenbades statt. Als der Andrang der Interessenten zu dieser Veranstaltung nicht enden wollte, wurde von den Anwesenden berichtet, dass gerade an diesem Tag das Bad – ohne Vorankündigung – wegen „Gefahr für die Badenden geschlossen werden musste“. Unter anderem drohe der Absturz der abgehängten Aluminium-Kasetten-Decke über dem Becken. Die cirka 40 anwesenden Badfreunde standen also plötzlich vor verschlossenen Türen. Sie setzten sich zusammen aus Mitgliedern der Rheumagruppe, der Seniorenschwimmer, der Wasserwachten Münnerstadt und Maßbach, der Versehrtensportgruppe, der Aquajogger, zweier privater Schwimmschulen, der Aquafitnessschwimmer und der Wassergymnastikgruppen, aber auch aus Privatschwimmern.

Spontan wurde vereinbart, sich um diese neuen Umstände konkret zu kümmern und aktiv zu werden. Im Münnerstädter Rot-Kreuz-Haus fanden mehrere Treffen der Interessenten statt. Am 22. Juli 2010 wurde im Winkelmann-Saal die erste öffentliche Versammlung interessierter Bürger und Schwimmer angesetzt. Das Saal „quillt“ über. Anwesend sind auch Bürgermeister Helmut Blank und Stadtrat Arno Schlembach, sowie die Landtagsabgeordnete Sabine Dittmar, Maßbach. Es spricht u. a. der Architekt Rainer Pitterich und die Leiter und Trainer der Wasserwacht Münnerstadt, der Rheumagruppe, der Aquajogginggruppe und der Schwimmschulen. Die Anwesenden zeigen das große Interesse, das Hallenbad wieder zu eröffnen und zu damit erhalten.

Es bildet sich spontan eine Interessengruppe, die sich im Rot-Kreuz-Haus und in verschiedenen Gasthäusern regelmäßig trifft.
In der Initiativgruppe werden Vereinslösungen als Betreiberkonzept des Bades diskutiert. Über die Dringlichkeit, das Bad zeitnah wieder zu eröffnen, herrscht Einstimmigkeit. Die angeblich unsichere Deckenabhängung soll in Eigenleistung von Freiwilligen abgebaut werden. Das sollte den ernsthaften Willen der Initiatoren gegenüber der Stadt verdeutlichen. Am 14. Oktober 2010 findet im Rathaus eine erste Besprechung mit den Bürgermeistern und den Fraktionsvorsitzenden statt. Es kommt zu keinem eindeutigen Ergebnis.

Die beiden Wasserwacht-Vorstände Leslie Zimmermann und Manuel Korndörfer organisierten am 7. November 2010 eine Besichtigungsfahrt zu den Hallenbädern in Offheim und Busek, um sich über die dortigen Betreibermodelle durch die Vereine zu informieren. Teilnehmer ist auch Wolfgang Blümlein. Dannach setzte sich unter der Interessengemeinschaft mehr und mehr die Ansicht durch, einen Verein zur Durchsetzung der Erhaltung und Wiedereröffnung des Hallenbades zu gründen. Am 25. November 2010 trafen sich 19 Interessierte zu einem Gespräch über die Vereinsgründung im Rot-Kreuz-Haus. Einstimmig wurde die Gründung eines solchen vereinbart. Dem Vorschlag von Ursula Fiedler aus Kleinwenkheim dem Verein den Namen „Bürgerbad Münnerstadt“ zu geben, wurde einstimmig zugestimmt.

Am 24. Februar 2011 findet eine öffentliche Informationsveranstaltung zum Thema „Gründung des Vereins Bürgerbad“ in der Alten Aula statt. Dazu eingeladen ist Georg Westerfeld, Vorsitzender des Hallenbadvereins Offheim, der überzeugend das Modell seines vereinsgeführten Bades vortrug. Bürgermeister Helmut Blank ist anwesend. Er verspricht unter anderem, sich um FAG-Fördermittel zur Sanierung des Bades zu bemühen. Die anwesenden Bürger im gut gefüllten Saal hinterließen den Einduck und die Bereitschaft, einer Vereinslösung zuzustimmen und diesem beizutreten. Durch die ausgefüllten Handzettel wurde mehrheitlich der Beitrittswille zu einem Verein angezeigt.

Am 04. April 2011 findet in der überfüllten Alten Aula die Vereinsgründung Bürgerbad Münnerstadt e. V. statt. Am 27. April 2011 waren bereits 80 Einzelpersonen und 172 Familienmitglieder beigetreten. Heute zählt der Verein cirka 830 Mitglieder.