Gern geschehen, Herr Kastl!

Der amtierende Bürgermeister Helmut Blank hat den Abriss des Hallenbads mit aller Macht vorangetrieben, ohne zu berücksichtigen, welchen Bärendienst er damit Michael Kastl, dem Bürgermeisterkandidaten seiner Partei, erweist.
Denn realistischerweise wäre auch ohne Bürgerbegehren der Abriss und die Renaturierung der Fläche in diesem Jahr kaum möglich gewesen.


Und wenn dies zeitlich doch gelungen wäre, so hätte die Stadt Münnerstadt einen unsinnig hohen Betrag dafür aufbringen müssen, weil die bewilligten Fördermittel auf niedrigeren Kostenannahmen beruhen.
So oder so – Münnerstadt hätte einen sinnlos hohen Betrag ausgegeben.


Herr Kastl hätte das erklären und die Folgen dieser Vorgehensweise ausbaden müssen.
Er kann schlecht die Schuld auf seinen Vorgänger schieben. Schließlich hat er als Stadtratsmitglied jede Entscheidung mitgetragen. Und er kann auch nicht so tun, als hätte er nichts gewusst oder würde sich nicht auskennen. Wenn sich jemand angesichts der Bautätigkeiten der letzten Jahre mit kommunalen Baumaßnahmen auskennen muss, dann wohl der Kämmerer von Stadtlauringen!


Die beiden beliebtesten Politiker-Ausreden „Das war noch unter meinem Vorgänger“ und „Davon hatte ich keine Kenntnis“ funktionieren für Herrn Kastl also nicht.
Der Abriss des Hallenbads wäre im Wahlkampf eine gewaltige Bürde für ihn.


Doch zum Glück für ihn und die CSU ist dieser ganze Irrsinn nun durch das Bürgerbegehren gestoppt.
Ein Sündenbock steht mit uns Querulanten vom Bürgerbadverein praktischerweise auch schon bereit.
Wir haben Herrn Kastl Zeit erkauft und die Möglichkeit gegeben, den Ballast, den Herrn Blank ihm hinterlässt, durch kluges Handeln loszuwerden. Und das fast ohne Verlust von Glaubwürdigkeit.
In diesem Sinne: Gern geschehen, Herr Kastl!

-j-